Selbstregulation, Verkörperung durch Yoga und Beziehungskompetenz

Eine Weiterbildung für Psychotherapeut:innen und klinisch tätige Fachpersonen, die ihre professionelle Präsenz vertiefen möchten.


Datum: 25.–30. Oktober 2026

Ort: Schweibenalp bei Brienz

Teilnehmende: 12–14 Personen

48 Weiterbildungseinheiten – FSP anerkannt


Sonntag Beginn 15:00 Uhr (Check‑in ab 13:00 Uhr)

Freitag Ende 13:00 Uhr (Check‑out bis 10:00 Uhr)

Selbstregulation, Verkörperung und Beziehungskompetenz im therapeutischen Feld

Essenz der Weiterbildung


Therapeutische Präsenz entsteht aus einer inneren Ausrichtung, die sich im Körper organisiert und im Kontakt als Resonanz wirksam wird.

Die bewusste Verbindung von Haltung, körperlicher Verankerung und Handlung bildet dabei die Grundlage professionellen Handelns.

Psychodynamische und gruppenanalytische Perspektiven verbinden sich mit körper- und yogabasierter Praxis zu einem Erfahrungsraum, in dem Selbstregulation, Wahrnehmung und Beziehungskompetenz gezielt vertieft werden.

Das aktuelle Gruppengeschehen dient als lebendiges Lernfeld: Unbewusste Dynamiken, emotionale Resonanzen und Beziehungsmuster werden im Hier und Jetzt erfahrbar und reflektierbar.


Die Weiterbildung wird von Eva Kosmalla, Psychotherapeutin und Gruppenanalytikerin, und Julia Hess, Yogalehrerin, gemeinsam geleitet. In der Verbindung von psychotherapeutischer Prozessarbeit und verkörperter Praxis entsteht ein Lernraum, in dem therapeutische Präsenz nicht nur reflektiert, sondern unmittelbar erfahrbar wird.


Gedanken zur Weiterbildung

Therapeutische Arbeit geschieht in Beziehung – und damit immer auch aus der eigenen inneren Verfassung heraus.

Feine Irritationen, körperliche Signale und Resonanzen im Kontakt können als Hinweise auf das Geschehen im therapeutischen Feld verstanden werden.

Die Weiterbildung eröffnet einen Raum, diese Wahrnehmungen zu klären, zu differenzieren und in professionelles Handeln zu integrieren.

Im Zentrum steht nicht das Erlernen einer neuen Methode, sondern die Verfeinerung von Wahrnehmung, Selbstregulation und Beziehungskompetenz.

Selbstregulation, Verkörperung und Beziehungskompetenz im therapeutischen Feld

Inhalt

Essenz
Essenz

Integration von Psychodynamik und Verkörperung
Psychodynamische und gruppenanalytische Perspektiven werden mit embodimentorientierter Praxis verbunden.

Arbeiten im Gruppengeschehen
Das aktuelle Gruppengeschehen wird bewusst als Erfahrungs- und Reflexionsraum genutzt.

Zweierleitung
Die Weiterbildung wird von einer Psychotherapeutin und einer Yogalehrerin gemeinsam geleitet.

Kleine Gruppe
Mit maximal 12–14 Teilnehmenden entsteht ein geschützter Rahmen für vertiefte Prozessarbeit.

Ort
Ort

Die Weiterbildung findet auf der Schweibenalp oberhalb des Brienzersees statt. Die ruhige Lage in der Berglandschaft des Berner Oberlandes bietet einen geschützten Rahmen für konzentriertes Arbeiten, Austausch und Integration.

Tagesrythmus
Tagesrythmus
  • 07:30–09:00 Morgenpraxis
  • 09:00–10:30 Frühstück
  • 10:30–11:45 Theoretische Vertiefung
  • 12:00–13:00 Dyaden‑ und Triadenarbeit
  • 13:00–14:30 Mittagessen
  • 14:30–16:00 Praxisreflexion
  • 16:30–18:00 Abendpraxis
  • 18:00 Abendessen
  • 19:30–20:30 Gruppenanalytische Reflexion
Vertiefungsinhalte
Vertiefungsinhalte

Selbstregulation im therapeutischen Kontakt
Ein differenzierteres Gespür für eigene Aktivierungszustände und deren Bedeutung im therapeutischen Prozess.

Verkörperte Wahrnehmung
Schulung der körperlichen Selbstwahrnehmung und Nutzung körperlicher Resonanzen als Informationsquelle.

Affektdifferenzierung
Vertiefung der Verbindung von Körperwahrnehmung und emotionalem Erleben.

Gegenübertragung und Resonanz
Bewusster Umgang mit eigenen emotionalen Reaktionen im therapeutischen Prozess.

Gruppenprozesse verstehen
Wahrnehmung und Reflexion unbewusster Dynamiken im gemeinsamen Feld.

Innere Beobachterposition
Entwicklung reflexiver Selbstwahrnehmung und einer stabilen professionellen Haltung.

Integration in den Berufsalltag
Übertragung der Erfahrungen in die eigene therapeutische Praxis.

Innere Struktur
Innere Struktur
  • Tag 1: Ankommen und Orientierung
  • Tag 2: Stabilität und Selbstregulation
  • Tag 3: Gefühle, Bedürfnisse und Beziehung
  • Tag 4: Integration und Beziehungskompetenz
  • Tag 5: Beobachterposition und Differenzierung
  • Tag 6: Integration und Abschluss
Zielgruppe
Zielgruppe
  • Psychotherapeut:innen
  • Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie
  • klinisch tätige Fachpersonen im psychosozialen Feld
  • Yoga‑Erfahrung ist willkommen, aber keine Voraussetzung.
  • Diese Weiterbildung richtet sich weniger an Personen, die primär neue therapeutische Methoden erlernen möchten oder eine persönliche Selbsterfahrung suchen.

Leitung

Unser gemeinsamer Weg ist getragen von der Erfahrung, dass therapeutische Präsenz aus einer verkörperten inneren Haltung entsteht.


Yoga ist für uns ein Erfahrungsraum für innere Beweglichkeit, Klarheit und Lebendigkeit. Wir gehen davon aus, dass Entwicklung dort geschieht, wo Menschen in Kontakt mit ihrer eigenen Kraft kommen und sich innere Prozesse im Erleben entfalten können.


Diese Qualität ist für uns eine wesentliche Ressource im therapeutischen Arbeiten und im eigenen professionellen Sein. Selbstbestimmtheit, Würde und innere Kraft bilden dabei die Grundlage.


In unserer Zusammenarbeit verbinden sich klinische Erfahrung und verkörperte Praxis zu einem gemeinsamen Lernraum. So entsteht ein Raum, in dem sich Wahrnehmung vertieft, innere Orientierung festigt und therapeutische Präsenz sich entwickeln kann. Aus dieser Haltung ist die Weiterbildung Verkörperte therapeutische Präsenz entstanden.

Eva Kosmalla

Eva Kosmalla

Eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin, Gruppenanalytikerin und Supervisorin

Teilnahme & Anmeldung

Anmeldeschluss ist der 15. Juni 2026. Bitte sende einen kurzen beruflichen Selbstbeschrieb und einige Zeilen zu deiner Motivation.

  • CHF 2’400
  • 48 Weiterbildungseinheiten – FSP anerkannt
  • Zertifikat am Ende der Weiterbildung
  • Unterkunft und Verpflegung werden separat über die Schweibenalp gebucht